Abizeitung – So geht’s // Teil 3: Finanzierung

Abizeitung finanzierung tipps

Eine Abizeitung muss auch finanziert werden. Wie bringt Ihr am besten das nötige Geld auf und woher wisst Ihr, wie viel Ihr überhaupt braucht? Diese und weitere Fragen beantwortet der 3. Teil unserer Serie Abizeitung – So geht’s!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr selbst Geld für Eure Abizeitung auftreiben könnt: Ihr könnt selbst Geld sammeln, Sponsoren finden oder Anzeigen in Eurer Abizeitung verkaufen.

 

Wer kümmert sich?

Für die finanziellen Angelegenheiten Eurer Abizeitung ist – wie der Name schon sagt, das Finanz-Team zuständig. Hier sammeln sich alle, die nicht nur gut mit Geld umgehen können, sondern auch über Verhandlungsgeschick, Verbindlichkeit, Selbstbewusstsein und ein bisschen Charme verfügen!

 

Wie viel Geld brauchen wir eigentlich?

Wie hoch der Betrag ist, den Ihr aufbringen müsst, solltet Ihr unbedingt im Vorhinein in Erfahrung bringen. Und das geht so: Glücklicherweise könnt Ihr den Jilster Editor zur Gestaltung Eurer Abizeitung kostenlos nutzen, und auch das Online-Magazin Eurer Abizeitung kostet Euch nichts. Lediglich die Kosten für den Druck müsst Ihr tragen. Die könnt Ihr kinderleicht im Jilster-Preiskalkulator herausfinden. Dafür braucht Ihr die Information, wie viele Seiten Eure Abizeitung bekommen soll und wie viele Exemplare Ihr drucken lassen wollt. Schon spuckt Euch der Rechner den Betrag aus, den der Druck kosten wird.

Um zu entscheiden, wie viele Exemplare Ihr druckt, empfiehlt es sich, die Abizeitungs-Komitees der letzten beiden Jahrgänge zu befragen, wie hoch deren Auflage war, ob sie alle Zeitschriften verkauft haben oder viele übrig hatten. Wenn Ihr schon im Gespräch seid, dann fragt auch gleich, welche Verkaufspreise in den Vorjahren festgelegt wurden, daran könnt Ihr Eure Planung dann orientieren. Erfahrungsgemäß ändern sich die Verkaufszahlen von Jahrgang zu Jahrgang nicht groß und wenn die Abizeitung beispielsweise immer schon 5 € pro Exemplar gekostet hat, dann wird dieser Betrag auch bei Eurer Abizeitung gut akzeptiert.

Mit der Zielauflagenhöhe und dem Umfang der Abizeitung (dazu mehr im 4. Teil unserer Serie) kalkuliert Ihr nun im Preiskalkulator die Kosten. Dann multipliziert Ihr die Auflagenhöhe mit dem Verkaufspreis – den Betrag bringt Euch der Verkauf der Abizeitungen ein. Die Differenz zwischen dieser Summe und den Druckkosten ist der Betrag, den das Finanzteam nun auftreiben muss.

 

1. Selbst Geld aufbringen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr selbst Geld für Eure Abizeitung auftreiben könnt. Der erste und einfachste Weg ist, dass jeder Schüler der Stufe einen Betrag X einzahlt in die Abikasse. Dieses Geld wird dann zur Vorfinanzierung von Kosten verwendet bis beispielsweise Sponsoren- oder Anzeigengelder eingegangen sind. Wenn am Ende dann wiederum Geld übrig ist, könnt Ihr  entscheiden, ob Ihr allen das Geld gerecht ausbezahlt oder den Betrag auf dem Konto des Jahrgangs liegen lasst und in 5 oder 10 Jahren damit eine tolle Party finanziert.

Apropos Party: Besonders viel Geld spülen Abipartys in die Kassen. Dafür sprecht Ihr Inhaber von Clubs und Diskotheken an. Die klären mit Euch dann das Vorgehen. Oft finden Abipartys unter der Woche statt, um den normalen Club-Ablauf nicht zu stören. Normalerweise bekommt Ihr sämtliche Eintrittsgelder des Abends und der Clubbesitzer das Geld, das er für Getränke einnimmt.

Eine andere Einnahmequelle ist z. B. ein Kuchenverkauf in der Schule. Besonders erfolgreich kann der am Tag der offenen Tür oder beim Altschülertreffen sein. Organisiert Euch dafür am besten im Schülersekretariat eine Übersicht über die Termine, die für Euren Kuchenverkauf geeignet sein könnten und dann backt Ihr los. Auch Waffeln verkaufen sich gut.

 

2. Sponsoren finden

Sponsoren unterstützen Euch mit Geldbeträgen und werden dann an einer Stelle genannt – etwa im Impressum oder im Editorial. Als Sponsoren eignen sich beispielsweise Eltern gut. Dafür sprecht Ihr am besten die Elternpflegschaft oder den Förderverein an.

 

3. Anzeigenkunden gewinnen

Ähnlich wie Sponsoren sind Anzeigenkunden. Sie schalten in Eurer Abizeitung eine Anzeige (oder gleich mehrere) und ihr bekommt dafür Geld. Diese Art der Geldbeschaffung ist am effektivsten aber auch am anstrengendsten für Euch – hier sind die oben erwähnten Skills (Verhandlungsgeschick und Charme) besonders wichtig.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Wie viele Seiten wollt Ihr mit Werbeanzeigen füllen? Zu viele Seiten mit Werbung zu blockieren, ist keine gute Idee. Der redaktionelle Teil sollte immer umfangreicher sein. Macht Euch eine Liste, wen Ihr ansprechen wollt. Hier ein paar Tipps:

  • Denkt daran, Unternehmen anzusprechen, deren Zielgruppe Schüler sind. Das Interesse der Unternehmen ist ja, den eigenen Umsatz zu erhöhen.
  • Vitamin B schadet nicht – hat jemand in der Stufe Eltern, Tanten, Onkel o.ä., die ein Unternehmen haben?
  • Schaut in die alten Abizeitungen. Wer hat schon einmal eine Anzeige geschaltet, bzw. schaltet eine in jeder Abizeitung?
  • Sprecht zuerst die Unternehmen an, die in unmittelbarer Nähe der Schule liegen (Fahrschule, Friseur, Fitnessstudio, Reisebüro, Clubs, Geschäfte etc.), später könnt Ihr dann auch größere Firmen (Banken, Versicherungen, Unis usw.) und Onlinehändler (z. B. Klamotten) ansprechen.

Eckdaten der Abizeitung

Bereitet eine Unterlage vor, auf der Ihr die Eckdaten Eurer Abizeitung zusammenstellt: Schule (Zahl der Schüler, Lage etc.), Abi-Motto, Auflagenhöhe und Verkaufspreis. Hinzu kommen noch Eure Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer) und die Informationen über die möglichen Anzeigenformate (z. B. A4, A5, A6 und A7, Rückseite der Abizeitung) und die Preise (recherchiert die Zahlen des Jahrgangs vor Euch und bei anderen Schulen).
Mit dieser Unterlage sprecht Ihr dann die angepeilten Unternehmen an.

Achtung Fallen!

  • Plant unbedingt genug Pufferzeit ein. Unternehmen entscheiden oft nicht von jetzt auf gleich, ob sie eine Anzeige schalten wollen.
  • Stellt Euch darauf ein, dass viele Unternehmen keine Anzeige schalten möchten. Ihr solltet noch genug Zeit haben, alternative Anzeigenpartner zu finden.

Vertrag

Damit Ihr später noch wisst, was Ihr besprochen habt, sollte Euer Anzeigenverkäufer mit den Anzeigenkunden einen kleinen Vertrag oder eine Auftragsbestätigung erstellen, von der der Kunde und Ihr je ein Exemplar für Eure Unterlagen bekommt.
Diese Infos müssen enthalten sein:

  • Daten zum Anzeigenkunden (Ansprechpartner, Name des Unternehmens, Anschrift, Kontaktdaten)
  • Eure Daten (Ansprechpartner, Name und Anschrift der Schule, Kontaktdaten des Ansprechpartners)
  • Angaben zur Abizeitung (Erscheinungstermin, Auflagenhöhe, Seitenzahl)
  • Infos zur Anzeige (Format, Platzierung, Preis, Termin der Anzeigenlieferung)
  • Ort, Datum, Stempel/Unterschrift.

Anzeigenlieferung

Lasst Euch die Anzeigen am besten als PDF liefern. Das könnt Ihr dann auf der entsprechenden Seite im Jilster Editor hochladen und dort die endgültige Größe festlegen.

Rechnung

Vergesst nicht, den Unternehmen eine Rechnung zu schicken. Unternehmen sind dazu verpflichtet, über jeden Betrag, den sie ausgeben, einen Beleg nachweisen zu können. Diese Informationen müssen auf Eure Rechung:

  • Briefkopf: Name der Schule, Anschrift
  • Daten des Anzeigenkundens (Adresse, Ansprechpartner)
  • eine fortlaufende Rechnungsnummer
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Rechnungsposition: Format und Platzierung der Anzeige
  • Rechnungsbetrag
  • Der Hinweis „§19 Abs. 1 UStG Kleinunternehmerregelung, umsatzsteuerfrei“.
  • Eure Bankverbindung: Kontoinhaber, IBAN, BIC, Name der Bank
  • Ein Zahlungsziel:“innerhalb 2 Wochen nach Rechnungsstellung“ oder „zahlbar sofort nach Erhalt der Rechnung“

Quittung

Falls das Unternehmen den Betrag gleich in bar bezahlt, stellt Ihr eine Quittung aus. Eine Rechnung ist dann nicht nötig. Quittungsblöcke bekommt Ihr im Schreibwarenhandel oder Ihr gestaltet Euch selbst eine Vorlage oder druckt eine aus dem Internet aus.

Belegexemplar

Alle Anzeigenkunden bekommen ein Exemplar Eurer Abizeitung als Beleg für die Anzeige.

Puh!

Das war ganz schön viel Input, oder? Die Finanzierung Eurer Abizeitung mit Anzeigenkunden zählt auch zu den anspruchsvollsten Aufgaben. Hier ist es sehr wichtig, dass Ihr sorgfältig und genau seid, damit alles reibungslos klappt.

 

 

Abizeitung – so geht’s!

Dieser Artikel ist Teil 3 der Serie Abizeitung – So geht’s! Wir begleiten Euch mit dieser Serie das komplette letzte Schuljahr auf dem Weg zur frisch gedruckten Abizeitung. Hast Du die ersten Artikel verpasst? – Hier kannst Du sie nachlesen:

Teil 1: Los geht’s
Teil 2: Praktische Tools

Bis zum Sommer erscheint jeden Monat im Jilster-Blog ein neuer Artikel, in dem Ihr erfahrt, welche Schritte in der Abizeitungsvorbereitung jetzt anliegen und worum Ihr Euch nun kümmern solltet. Wir geben Euch wertvolle Tipps und Hinweise zu allen Abläufen und stehen Euch natürlich auch sonst jederzeit bei Fragen zur Seite.

Das erwartet Euch im nächsten Artikel

Der nächste Artikel der Serie Abizeitung – So geht’s! beschäftigt sich mit dem Inhalt der Abizeitung.

Ihr habt schon jetzt konkrete Fragen? – Schickt unserem Kundenservice eine Nachricht!

 

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