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Editorial schreiben Vorwort schreiben

Jedes gute Magazin hat eins – ein Editorial! Das Editorial ist das Vorwort, das der Herausgeber oder Chefredakteur einer Zeitschrift formuliert und jeder Ausgabe voranstellt. Klar, dass deine selbst gestaltete Hochzeitszeitung oder Geburtstagszeitschrift auch eines braucht, oder? – Aber wie schreibt man so ein Editorial eigentlich?

Was ist ein Editorial?

Wenn du dein Lieblingsmagazin oder eine andere Zeitschrift aufschlägst, dann erwartet dich auf den ersten Seiten in der Nähe des Inhaltsverzeichnisses oder des Impressums eigentlich immer ein Vorwort. Dieses ist vom Herausgeber des Heftes oder vom Chefredakteur verfasst und ein sehr persönlich gefärbter Text. Das bedeutet, dass es in einer Zeitschrift, die neutral bzw. allgemein oder eher „unpersönlich“ berichtet wird, hier ein bisschen persönlicher und direkter werden darf.

Hier ist der einzige Ort in einem Magazin, an dem jemand aus der Redaktion direkt zu den Lesern spricht und ihnen etwas „erzählen“ kann. Es ist also auch eine schöne Kommunikationschance für die Redaktion.

Neben dem Editorial ist immer auch ein Foto des Chefredakteurs bzw. des Herausgebers abgebildet. Oft ist es ein Foto, das mitten aus dem Leben zu sein scheint, statt eines ernsten Bildes, das an ein Bewerbungsfoto erinnert. Es passt zur persönlichen Note und zum Ton des Vorwortes.

Was steht darin?

Der Inhalt eines Editorials ist immer sehr persönlich gefärbt. Es können kleine Anekdoten sein, die mit dem Inhalt der Ausgabe zusammenhängen oder eine persönlich gefärbte Meinung des Chefredakteurs oder des Herausgebers zu einem bestimmten Thema – auch das steht natürlich in Zusammenhang mit dem Inhalt des Magazins.

Oft wird ein inhaltlicher Bogen geschlagen von einem sehr persönlichen Thema hin zur Zeitschrift. In einer Frauenzeitschrift schreibt die Chefredakteurin vielleicht von ihrer persönlichen Beziehung zu Paris und der französischen Lebensart und leitet dann über zur Reisereportage über Paris oder zur Modestrecke, die dem französischen Stil gewidmet ist.

Am Schluss des Editorial darf ein persönlicher Gruß nicht fehlen, der Lust darauf macht, durch das Heft zu blättern und die entsprechenden Artikel zu lesen.

Editorial schreiben Vorwort schreiben

So schreibst du dein eigenes Editorial

Auch in der Hochzeitszeitung, die du für deinen Bruder und seine Frau gestaltest,  in der Geburtstagszeitung für deine Mutter oder der Abschiedszeitschrift für deine Lieblingskollegin ist ein persönliches Vorwort, ein Editorial gut aufgehoben.

Hier hast du die Möglichkeit, den Beschenkten direkt anzusprechen. Du kannst ein paar persönliche Worte zum entsprechenden Anlass formulieren und dich auf eure gemeinsame Geschichte beziehen, beispielsweise kurz auf gemeinsame Erlebnisse anspielen. In einer Hochzeitszeitung könntest du etwa erzählen, wie du dich an das erste Aufeinandertreffen mit dem Partner deiner Freundin erinnerst. Auch persönliche Glückwünsche finden hier einen guten Platz! Denke auch unbedingt an ein schönes Foto von dir.

Ein Editorial kann auch aus der Perspektive einer ganzen Redaktion verfasst sein. – Dann wäre es natürlich auch schön, wenn alle Mitglieder der Redaktion der Zeitschrift auf dem Foto abgebildet sind bzw. viele kleine Fotos der Redaktionsmitglieder zu einer Collage zusammengefügt sind.

Hast Du noch weitere Fragen? Schick uns eine Nachricht. Wir helfen jederzeit gerne weiter.

 

 

Impressum für Deine Zeitschrift gestalten

In jeder richtigen Zeitschrift steht ein Impressum. Hier erfährt der Leser, wer verantwortlich für das Heft ist, wer es gestaltet hat, wie viele Exemplare gedruckt wurden und vieles Spannende mehr. – Auch in deiner Hochzeitszeitung, Geburtstagszeitschrift oder Abizeitung kann ein Impressum einen Platz finden. Aber wie gestaltest du das und was gehört hinein?

Was gehört in ein Impressum hinein? Brauchst du eins?

In einem Impressum stehen verschiedene Angaben. Wenn man recherchiert, entdeckt man folgende Informationen: Jede öffentliche Publikation – also Bücher, Zeitschriften und Zeitungen, aber auch Webseiten brauchen ein Impressum. Das ist gesetzlich festgeschrieben. Es ist eine „Herkunftsangabe in Publikationen, die Angaben über den Verlag, Autor, Herausgeber oder die Redaktion enthält, vor allem um die presserechtlich für den Inhalt Verantwortlichen kenntlich zu machen. Oft werden auch zusätzliche Informationen wie Druckerei, Erscheinungsweise, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort aufgeführt.“ (Wikipedia)

Das klingt ganz schön trocken, oder? Was im Impressum deines Magazins steht, ist dir jedoch ganz persönlich überlassen – sofern du es für den privaten Bereich gestaltet hast. Dann gibt es keine gesetzlichen Vorgaben und du kannst es beispielsweise auch humorvoll gestalten. Schau dir doch mal unser Beispiel an, das aus einer Zeitung zur Silberhochzeit stammt:

Impressum für Deine Zeitschrift gestalten

Was kannst du in dein Impressum schreiben?

Wenn du zusammen mit einer größeren Gruppe an der Zeitschrift gearbeitet hast, etwa mit einem ganzen Freundeskreis bei einer Abizeitung oder einer Hochzeitszeitung oder dem Kollegenkreis an einer Geburtstagszeitung dann kannst du im Impressum alle Beteiligten nennen. Hier ist genug Platz, um festzuhalten, wer welche Seiten gestaltet oder welche Inhalte auf welchen Seiten beigesteuert hat.

Diese Infos sind vor allem für das Brautpaar oder das Geburtstagskind spannend. Im Partytrubel ist sicher keine Zeit, zu erzählen, wer sich wie beteiligt hat und so können sich die Beschenkten später ganz in Ruhe die Hochzeits-, Abi- oder Geburtstagszeitung anschauen und gleich nachsehen, wer sich wie beteiligt hat.

Wo steht das Impressum?

Schau doch mal in deine Lieblingszeitschrift hinein und schau, wo hier das Impressum steht. Oft hat es seinen Platz ganz vorn im Heft in der Nähe des Inhaltsverzeichnisses oder es steht ganz hinten, zum Beispiel in der Nähe der Vorschau auf die nächste Ausgabe. An welchem Platz das Impressum in deiner Geburtstagszeitschrift oder der Hochzeitszeitung steht, ist dir und deinem persönlichen Geschmack überlassen.

Humorvoll oder ernsthaft?

Auch das kannst du entscheiden, wie du magst. Am besten orientierst du dich dabei daran, wie deine Zeitschrift im Ganzen formuliert ist. Eine Hochzeitszeitung kannst du beispielsweise romantisch, klassisch oder witzig anlegen. Zum Inhalt sollte dann auch das Impressum passen: Zu einer humorigen Hochzeitszeitung passt einfach kein ernstes Impressum, während ein lustiges Impressum in einer romantischen Hochzeitszeitung fehl am Platz ist.

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Schülerzeitung Artikel schreiben

Schülerzeitung Artikel schreiben

Wie schreibe ich eine Reportage? Wie führe ich ein Interview? – Diese und viele andere Fragen stellen sich frischgebackene Redakteure einer Schülerzeitung. Wir haben deshalb im fünften Teil unserer Schülerzeitungsserie ein kleines Lexikon mit Textsorten zusammengestellt.

Es gibt verschiedenen Textsorten, aus denen Du wählen kannst. Für welche Du Dich entscheidest, hängt davon ab, was Du mit Deinem Text erreichen möchtest und wie viel Material Du hast.

 

Hast Du die vorherigen Teile unserer Serie zur Schülerzeitung verpasst? – Hier kannst Du sie nachlesen:

Teil 1: Wie gründe ich eine Schülerzeitung?
Teil 2: Was macht eigentlich ein Chefredakteur?
Teil 3: Wie finanziere ich die (erste) Ausgabe?
Teil 4: Wie finde ich interessante Themen?

 

Unterschiedliche Textsorten

Wenn Du eine Idee hast, worüber Du schreiben möchtest, recherchierst Du zunächst alle Fakten. Aus den gesammelten Informationen formulierst Du anschließend Deinen Artikel. Es gibt verschiedenen Textsorten, aus denen Du wählen kannst. Für welche Du Dich entscheidest, hängt davon ab, was Du mit Deinem Text erreichen möchtest und wie viel Material Du hast. Wir haben für Dich wichtigsten Infos zu den verschiedenen Textsorten zusammengestellt:

Nachricht

Die Nachricht informiert kurz und knackig über die wichtigsten Fakten eines Ereignisses. Du beantwortest darin eigentlich nur die fünf W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Eine Nachricht ist neutral formuliert. Das heißt, dass Du in der Nachricht nicht sagt, was Du selbst von dem Ereignis hältst.

Ein Beispiel aus dem Schulalltag: Das Volleyballteam Deiner Schule hat am vergangen Wochenende an den Stadtmeisterschaften teilgenommen und den zweiten Platz belegt. So könnte dann eine Nachricht in Eurer Schülerzeitung aussehen:

Nachricht - Artikelarten für die Schülerzeitung

Interview

In einem Interview gibst Du ein Gespräch wieder, das Du mit einer Person zu einem bestimmten Thema geführt hast. Was diese Person zu sagen hat, ist interessant, weil sie zum Beispiel Verursacher oder Betroffener eines Problems ist. Stell Dir vor, dass der Direktor Deiner Schule beschließt, die große Pause um fünf Minuten zu kürzen. Dann ist es spannend, zu erfahren, warum er das tut. Du möchtest dann aber auch wissen, was die Betroffenen, in diesem Fall Schüler und Lehrer, davon halten. Du kannst deshalb mit beiden Parteien ein Interview führen, um die jeweiligen Sichtweisen darzustellen. Oft ist auch eine dritte Person interessant: der Experte. Er kann Dir in einem Interview Hintergründe und Zusammenhänge erklären. In unserem Beispiel hat sich der Busfahrplan geändert. Die Busse mit den Schülern kommen jetzt morgens fünf Minuten später an der Schule an, sodass die erste Stunde erst fünf Minuten später beginnen kann. Ein Angestellter des Busunternehmens kann Dir in einem Interview erklären, warum der Busfahrplan geändert wurde.

Wie führe ich ein gutes Interview?

Interview - Artikelarten für die Schülerzeitung

Für ein gutes Interview ist die Vorbereitung besonders wichtig. Überlege Dir vorab, zu welchen Themen Du mehr erfahren möchtest. Hierzu kannst Du Dir bereits ein paar Fragen überlegen. Pass jedoch auf: Wahrscheinlich wird Dein Interviewpartner nicht auf alle Deine Fragen eine passende Antwort haben. Stelle Dich darauf ein, dass Du während des Interviews noch Folgefragen stellen musst, um herauszufinden, was Deiner Interviewpartner genau meint. Manchmal gibt er Gesprächspartner auch Antworten auf Fragen, die Du noch gar nicht gestellt hast. Diese solltest Du dann später natürlich weglassen.

Nimmst das Interview am bestem mit dem Handy auf! Dann musst Du nicht mitschreiben und kannst Dich voll und ganz auf Deinen Gesprächspartner konzentrieren. Bitte ihn jedoch vorab um Erlaubnis! Das aufgezeichnete Gespräch kannst Du später transkribieren (aufschreiben). Die einzelnen Antworten kannst Du gegebenenfalls zusammenfassen oder einkürzen, damit sie besser zu lesen und zu verstehen sind. Achte jedoch darauf, dass Du dabei nicht den Sinn der Aussage änderst. Am besten zeigst Du Deinem Interviewpartner die ausformulierte Version des Interviews und holst Dir sein Einverständnis ein, bevor Du es veröffentlichst.

Reportage

In einer Reportage berichtet der Autor von einem Ereignis, das er selbst erlebt hat, oder einem Thema, das ihn selbst betrifft. Du kannst erzählen, wie Du ein Ereignis erlebt hast, was Du darüber denkst und was andere darüber denken. Oder Du begleitest eine interessante Person für einen Tag und schreibst dann eine Reportage darüber, was diese Person tut, denkt und fühlt.

Eine gute Reportage schreiben

Das Ziel einer Reportage ist es, dass der Leser das Gefühl hat, selbst dabeigewesen zu sein. Das erreichst Du, indem Du die Situation genau beschreibst. Stelle Dir Fragen wie zum Beispiel:

  • Was hast Du erlebt? Wer hat was gemacht?
  • Welche Rolle spielen die Beteiligten?
  • Wie hast Du Dich dabei gefühlt?
  • Wie war die Stimmung?
  • Was berichten andere Beteiligte?

Um all diese Fragen beantworten zu können, ist eine Reportage meist lang und ausführlich. Oft nimmt sie mehrere Seiten in einer Zeitschrift in Beschlag und enthält viele Fotos. Eine Reportage wirft meist einen Blick hinter die Kulissen. Für Deine Schülerzeitung kannst Du zum Beispiel eine Reportage über wichtige Schulveranstaltungen, wie zum Beispiel das Schulkonzert oder den Abisturm, verfassen, für die Du die Beteiligten einen Tag lang begleitest.

Kommentar

Wenn Dich ein Thema bewegt und Du Deine eigene Meinung dazu deutlich machen möchtest, schreibst Du einen Kommentar. Wichtig ist dabei, dass Du Deine Meinung mit Fakten und Argumenten untermauerst. Das heißt, dass Du belegst, warum Du diese Meinung vertrittst. Nehmen wir noch einmal das Beispiel, die Pause um fünf Minuten zu verkürzen,. Wenn Du in Deinem Kommentar schreibst, dass Du den Beschluss des Direktors dumm findest, weil Du dann weniger Zeit hast, zu spielen, ist das nicht besonders überzeugend. Wenn jedoch eine Studie gezeigt hat, dass Schüler besser lernen, wenn sie längere Pausen haben, kannst Du Deine Meinung gut begründen. Einen Kommentar kannst Du zu allem schreiben, was Dich bewegt. Meistens schreibt man ihn jedoch, wenn einem etwas stinkt.

Übrigens: Wenn Du regelmäßig einen Kommentar in der Schülerzeitung zu den unterschiedlichsten Themen veröffentlichst, dann nennt man das eine Kolumne. Du bist dann eine Kolumnist.

Preview

“Preview” ist Englisch und bedeutet Vorschau. In einer Preview stellst Du zum Beispiel vor, welche Filme dieses Jahr ins Kino kommen oder welche Bücher erscheinen. Auch wenn Du am Anfang des Schuljahr eine Übersicht aller wichtigen Schultermine machst, ist das eine Preview. Wenn Du eine Vorschau schreibst, ist es besonder wichtig, dass Du kurz und knackig formulierst. Damit machst Du Deine Leser neugierig, sodass sie das Buch, den Film oder die nächste Ausgabe Eurer Schülerzeitung kaum erwarten können.

Rezension

Wenn der heißersehnte Film oder das neue Buch Deiner Lieblingsreihe dann endlich erschienen ist, schreibst Du einen Rezension. Darin erklärst Du, ob Du das Buch oder den Film Deinen Leser empfehlen würdest. Erkläre auch, warum Du es gut oder eben überhaupt nicht gut findest.

Porträt

Das Porträt haben wir Dir ja bereits im letzten Teil vorgestellt. In einem Porträt stelltst Du eine Person vor, über die Du gerne mehr erfahren möchtest. Das Tolle an einem Porträt: Du kannst Seiten einer Person zeigen, die man bisher noch nicht von ihr kennt. Dein Mathelehrer baut in seiner Freizeit Eure Stadt aus Lego nach? Dein Sitznachbar engagiert sich auch nach dem Unterricht für die Schule? Diese Besonderheiten und Hintergründe kannst Du in einem Porträt toll ausarbeiten.

Das war ein kleiner Überblick über die verschiedenen Textsorte, die Dir als Redakteur zur Verfügung stehen. Noch mehr nützlichen Informationen, wie Du toll Artikel schreibst, findest Du übrigens auf der Seite schuelerzeitung.de.

 

 

Alles fertig – und jetzt?

Wenn die Redakteure ihre Artikel fertig geschrieben haben, legt das Gestaltungsteam los. Im nächsten Teil dieser Serie erfährst Du deshalb, wie Du ein tolles Layout für die Schülerzeitung entwirfst und worauf Du bei der Gestaltung der einzelnen Artikel achten solltest.

Hast Du noch weitere Fragen? Schick uns eine Nachricht. Wir helfen jederzeit gerne weiter.

Mindestens eine Doppelseite, viele Fotos und ein spannender Text, der Dich nicht los lässt – das macht eine gute Reportage aus! Aber wie genau kannst Du selbst eine Reportage erstellen?

Was ist eigentlich eine Reportage?

Sie ist Dir bestimmt schon öfter beim Zeitschriftendruchblättern aufgefallen: die Reportage. Eine oder gleich mehrere Doppelseiten gefüllt mit vielen bunten Fotos, die Dich neugierig machen. Der Titel springt Dir sofort ins Auge und Du fängst an zu lesen. Der Redakteur erzählt in seinem Text lebhaft von einem spannenden Erlebnis, etwa wie er den Machu Picchu besteigt, seinen ersten Marathon läuft oder einen spannenden Kriminalfall löst. Da ist es auch schon passiert: Du bist in den Bann der Reportage geraten. Warum finden wir Reportagen eigentlich so spannend?

Das Geheimnis der Reportage ist ihre besondere Perspektive: In einer Zeitschrift oder einer Zeitung findest Du vor allem informative Artikel, die Fakten und Geschehnisse neutral wiedergeben. In einer Reportage hingegen beschreibt der Verfasser aus seiner eigenen Perspektive, wie er eine Situation oder ein besonderes Ereignis erlebt hat. Dabei gibt er auch wieder, wie er selbst und andere Beteiligte über das Geschehen denken, dabei fühlen und er recherchiert die Hintergründe des Ereignisses. Der Leser soll das Gefühl bekommen, dass er selbst dabei gewesen ist – das ist das Ziel der Reportage!

Wie Du das erreichst, werden wir anhand eines Beispiels erklären. Damit Deine Reportage ein Erfolg wird, sind zwei Dinge wichtig: der Text, der den Leser mit auf eine Entdeckungsreise nimmt, und die Gestaltung, die den Leser neugierig auf den Text macht.

Wie schreibst Du eine Reportage?

Stell Dir vor, Hannah und Malte heiraten bald und planen eine Hochzeit ganz im Vintage-Stil. Hannahs beste Freundin Marie ist Trauzeugin und hilft der Braut bei den Hochzeitsvorbereitung. Was Hannah nicht weiß, heimlich recherchiert sie dabei für eine Reportage über die Hochzeitsvorbereitungen in der Hochzeitszeitung, die alle Gäste zusammen als Überraschungs für das Brautpaar gestalten.

Mit der Reportage möchte Marie einerseits die Hochzeitsvorbereitungen für das Brautpaar dokumentieren, damit es sich immer an diese schöne Zeit erinnern kann. Marie weiß, dass Hannah die Planung ihrer eigenen Hochzeit sehr viel Spaß macht, und möchte diese tolle Erfahrung für ihre Freundin festhalten. Andererseits möchte Marie auch die Gäste, die ein Exemplar der Hochzeitszeitung bekommen, an der Organisation der Hochzeitsfeier teilhaben lassen.

Wie strukturierst Du den Text?

Marie schreibt eine kurze Einleitung für ihr Reportage: “Schon als kleines Mädchen träumte Hannah von einer romantischen Hochzeit: ein Kleid mit viel Spitze, eine große Hochzeitstorte und eine gläserne Kutsche wie Aschenputtel. Jetzt ist es endlich soweit: Hanna darf ihre eigene Vintagehochzeit organisieren. – Aber was heißt Vintage eigentlich? Und wie liefen die Hochzeitsvorbereitungen wirklich? Wird Hannahs Kindheitstraum war?” Mit dieser Einleitung macht Marie ihre Leser neugierig und bereitet sie gleichzeitig darauf vor, worüber sie in der Reportage schreiben wird.

Im ersten Abschnitt erklärt Marie, was Vintage eigentlich ist. Es kann ja sein, dass Hannahs Oma Lieselotte kein Englisch spricht und nicht weiß, was Vintage bedeutet. Schließlich soll ja jeder, ob Alt oder Jung, die Reportage verstehen können. In den folgenden Abschnitten berichtet Marie, wie Hannah und Marie ihre Vintagehochzeit umsetzen. Sie beschreibt dabei zum Beispiel die Tischdekoration, die Hannah und Malte ausgesucht haben:

“Auch in der Tischdekoration greift das Brautpaar das Vintagethema wieder auf. Hilfe bekommt es dabei von Floristin Sigrid vom Blumenhaus Leenders: ‘Das Tolle an einer Hochzeit im Vintagestil ist, dass nicht alles gleich aussehen muss. Der Mix aus Alt und Neu, aus verspielt und robust, das macht Vintage so besonders!’ Für die Tischdekoration will Sigrid Wiesenblumen verwenden, die sie in vielen verschiedenen alten Vasen, Töpfchen und Fläschchen vom Flohmarkt drapieren will.”

Marie gibt hier nicht nur Hintergrundinformationen, sondern lässt auch die Floristin, die bei der Planung der Hochzeit beteiligt war, zu Wort kommen. So bekommt der Leser einen guten Eindruck, wie das Brautpaar seinen Traum einer Vintagehochzeit verwirklicht.

Wie gestaltest Du die Reportage?

Nicht nur der Inhalt, auch die visuelle Gestaltung der Reportage in der Hochzeitszeitung ist wichtig. Schließlich soll die Reportage auffallen und den Leser zum Weiterlesen einladen. Deswegen hat Marie bei den verschiedenen Vorbereitungsterminen immer ihre Kamera dabei: Sie macht Fotos vom Brautkleid, der Hochzeitstorte, dem schwarzen Oldtimer, dem Brautstrauß … . Dabei achtet sie darauf, aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren und auch Detailaufnahmen zu machen. Die Fotos lädt sie später im Jilster Online Editor hoch und gestaltet damit die Reportage.

Damit die Reportage dem Leser beim Durchbättern der Hochzeitszeitung sofort ins Auge fällt, wählt Marie ein hochauflösendes Foto aus, das sie ganzseitig auf der linken Seite platziert. Der Titel der Reportage springt sofort ins Auge: Er ist in einer großen Schrift gedruckt und für das Wort “Vintage” hat Marie eine besondere Schriftart ausgewählt. So sieht jeder sofort, dass Vintage bei der Hochzeit von Hannah und Malte eine besondere Rolle spielt. Die Einleitung platziert sie in einem weißen Kasten in der Mitte der Seite. So fällt sie schön auf.

Auf der rechten Seite platziert Marie den eigentlichen Text der Reportage. Damit die Reportage wie in einer richtigen Zeitschrift aussieht, verteilt sie den Text über zwei Spalten und benutzt Zwischenüberschriften. Auch die Infobox rechts und die Zitate sorgen dafür, dass die Reportage professionell aussieht. Für die Fließtexte verwendet Marie einfache Schriftarten, die auch in einer kleineren Schriftgröße noch gut lesbar sind, wie zum Beispiel Arial oder Eva Pro in Schriftgröße 10. Ein Zitat möchte Marie besonders hervorheben und benutzt dafür die auffälligerer Schriftart “Sofia” in einem Rosaton.

Vorlagen machen Dir die Gestaltung leicht

Du willst in Deiner Zeitschrift auch eine tolle, selbst geschriebene Reportage unterbringen? Um Dir das Gestalten Deiner Reportage so einfach wie möglich zu machen, stehen Dir im Online Editor viele verschiedene Vorlagen zu den unterschiedlichsten Themen zur Verfügung. Wenn Dir Maries Reportage gut gefällt, kannst Du für Deine Reportage unserer neuen Vorlage “Hochzeitszeitung #2” benutzen. Auf Seite 16 und 17 findest Du die Vorlage für Maries Reportage: Mit wenigen Klicks kannst Du Fotos und Texte austauschen, Farben ändern und Schriftarten wählen, die Dir gefallen und die zu Deinem Thema passen. Bei der Themawahl sind Dir keine Grenzen gesetzt: Die Suche nach dem Brautkleid bietet Stoff für die Hochzeitszeitung, in der Geburtstagszeitung für die Oma schreiben die Enkelkinder über den gemeinsamen Ausflug in den Zoo und eine Reportage über die Wahl des Abimottos sollte in keiner Abizeitung fehlen.

Mit den Tipps aus diesem Artikel solltest Du mühlelos Deine eigene Reportage schreiben und gestalten können. Solltest Du doch einmal nicht weiterkommen, helfen wir Dir gerne jederzeit weiter. Schick uns einfach eine Nachricht!

 


 

Abizeitung texte schreiben

Abizeitung texte schreiben

Inzwischen seid Ihr auf der Zielgeraden der Abivorbereitungen und auch Eure Abizeitung nimmt langsam Formen an. In diesem 7. Teil unserer Abizeitungsserie geht es rund um die Texte für Eure Abizeitung. Auch da gibt es einiges zu beachten. Wir haben die wichtigsten Infos für Euch zusammengefasst.

Die Artikel Eurer Abizeitung sollten kurzweilig zu lesen sein und gern mit einer guten Prise Humor.

 

Artikel schreiben – das ist zu bedenken

Texte schreiben kann doch jeder, oder? Und Ihr schreibt ja sowieso oft genug in der Schule: Klausuren, Facharbeiten, Protokolle usw. Für die Artikel für Eure Abizeitung gelten jedoch ein paar andere Regeln: Sie sollten kurzweilig zu lesen sein und gern mit einer guten Prise Humor. Natürlich beinhalten sie auch Informationen für die Leser. Aber an erster Stelle steht doch der Spaß daran. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die Ihr unbedingt beachtet solltet. Hier in aller Kürze die wichtigsten Regeln:

Textlänge

Das Layout-Team sagt Euch, wie lang die Texte auf den jeweiligen Seiten sein dürfen. Und daran solltet Ihr Euch unbedingt halten. Nein, man kann die Schriftgröße nicht willkürlich größer/kleiner machen, damit Dein Artikel auf die Seite passt oder einfach mehr/weniger Fotos platzieren. Natürlich kann man das, aber dann ist das Layout „kaputt“ und die Abizeitung sieht weder schön noch professionell aus. Willst Du das? – Na, dann halte Dich an die Vorgaben des Layouters.

Textsorte

Welcher Textsorte gehört der Artikel eigentlich an? Erinnert Euch an den Deutschunterricht, als Ihr die journalistischen Textsorten besprochen habt. Ein Großteil der Abizeitungsartikel sind Reportagen. Tipps für eine eigene Reportage bekommt Ihr z. B. auch hier.

Struktur

Jeder Text braucht eine Struktur in Form von Einleitung, Mitte und Schluss. Auch das war oft genug Thema im Deutschunterricht – und zwar mit Grund. Nehmt Eure Leser mit in Euren Artikel hinein, erzählt ihnen etwas und dann entlasst sie sanft wieder. Zwischendurch sind Zwischenüberschriften manchmal hilfreich und auch Bildunterschriften unterstützen bei der Orientierung. So macht Lesen Freude!

Fokus

Worum geht es eigentlich in dem Text? Den Gedanken solltet Ihr im Blick behalten und Euch auch nicht zu viele Themen und Begebenheiten vornehmen. Alles passt nie in einen Artikel. Also wählt einzelne Themen (oder nur ein Thema) aus und haltet euch daran. Fokussiert Euch!

Sprache

Auch hier ist weniger mehr! Verkünstelt Euch nicht in bandwurmartigen Sätzen. Formuliert klar und einfach. So haben Eure Leser mehr davon und Ihr mehr Freude am Formulieren.

Verständnis

Versteht jeder den Inhalt oder ist er mit Insidern gespickt und nur für andere Schüler der Stufe verstehbar? Erinnert Euch daran, wer Eure Abizeitung liest: Klar, auch Mitschüler und Schüler der unteren Jahrgänge, aber auch Lehrer, Eltern, Oma, Opa, Onkel, Tanten und nicht zuletzt auch Eure Anzeigenkunden. Formuliert so, dass alle Freude haben, Eure Abizeitung zu lesen.

Respekt

Last but not least: Seid respektvoll in Euren Artikeln – egal, ob Mitschülern, Lehrern oder anderen gegenüber. Humor ist erlaubt, aber überlegt immer, ob Ihr eventuell jemandes Gefühle verletzen könntet. Das ist unbedingt zu vermeiden.

 

Abgabetermine

Schreibt Ihr selbst einen Artikel, solltet Ihr unbedingt den geplanten Abgabetermin einhalten. Auch wenn Ihr das Gefühl haben solltet, die Deadline läge sehr früh: Das hat einen Grund. Eure Texte werden noch gelesen und korrigiert. Es dauert seine Zeit, alle Seiten der Abizeitung aufzubauen etc. pp. Also, seid kooperativ.

Wenn Ihr für die Organisation der Abizeitung verantwortlich seid, solltet Ihr unbedingt darauf achten, dass die Abgabetermine eingehalten werden. Es bietet sich an, zwei Wochen vor der Text-Deadline eine Rundmail an alle Autoren zu schicken und an die Deadline zu erinnern. Dasselbe tut Ihr dann noch mal eine Woche vor dem Termin und drei Tage davor. Dann sind hoffentlich (möglichst) alle Texte am Deadline-Tag bei Euch.

 

Mit Texten umgehen

Wenn Ihr die Texte Eurer Mitschüler durchseht und bearbeitet oder korrigiert, dann solltet Ihr unbedingt in Word das Tool „Änderungen nachverfolgen“ benutzen und dem Autor das Dokument zurückschicken, damit er sich anschauen kann, wo Ihr in den Text eingegriffen habt. Seid respektvoll im Umgang miteinander und beachtet, dass jeder einen eigenen Schreibstil hat. Andererseits sollte sich niemand persönlich angegriffen fühlen, wenn sein Text kritisiert wird, sondern in sich gehen und überlegen, ob die Korrekturen den Artikel vielleicht doch verbessern.

Habt Ihr nun Lust bekommen, Eure Artikel zu schreiben? – Na, dann ran an den Speck!

 

 

Abizeitung – so geht’s!

Dieser Artikel ist Teil 7 der Serie Abizeitung – So geht’s! Wir begleiten Euch mit dieser Serie das komplette letzte Schuljahr auf dem Weg zur frisch gedruckten Abizeitung. Wir geben Euch wertvolle Tipps und Hinweise zu allen Abläufen und stehen Euch natürlich auch sonst jederzeit bei Fragen zur Seite. Hier könnt Ihr die anderen Artikel nachlesen:

Teil 1: Organisation
Teil 2: Praktische Tools
Teil 3: Finanzierung
Teil 4: Inhalt
Teil 5: Layout
Teil 6: Fotos
Teil 8: Final Check
Teil 9: Drucken

Das erwartet Euch im nächsten Artikel

Im nächsten Artikel der Serie Abizeitung – So geht’s! dreht sich alles rund um den Endspurt! Ist alles da? – Alle Texte, alle Fotos? Ist denn auch alles richtig? Jetzt macht Ihr den großen Check.

Ihr habt noch konkrete Fragen? – Schickt unserem Kundenservice eine Nachricht!