Fotos in der Zeischrift

Unser Gehirn mag Bilder

Wusstest du, dass unser Gehirn Bilder 60.000-mal schneller verarbeitet als Text? Aus diesem Grund bleiben wir eher an einem Artikel mit vielen Fotos hängen, wenn wir durch eine Zeitschrift blättern. Wir können einfach schneller zuordnen, worum es geht. Das kannst du dir zunutze machen, um deine Reportagen, Artikel und Interviews besonders interessant zu machen. Aber wie wählst du die passenden Bilder für deine Artikel aus?

Tipp 1: Erzähle die richtige Geschichte

Es ist wichtig, dass die Fotos, für die du dich entscheidest, zu deiner Geschichte passen und die Botschaft deines Artikel unterstützen. Ein Beispiel: Wenn du eine Reportage über einen Sommerurlaub planst, solltest du dabei natürlich nicht die Fotos vom letzten Skiurlaub verwenden. Deine Leser bekommen sonst schnell das Gefühl, dass an deinem Bericht etwas nicht stimmt. Da passen Fotos vom letzten Badeurlaub auf Mallorca besser. – Logisch, oder?

Tipp 2: Schreibe zuerst den Text

Das hat einen einfachen Grund: Die Anzahl und die Größe der Fotos kann man jederzeit leicht ändern. Einen Text zu kürzen oder zu verlängern, fällt dir vermutlich schwerer. Deswegen unser Tipp: Schreibe erst deinen Text, füge ihn auf die Seite im Online Editor ein und passe Schriftgröße sowie Schriftart an. Jetzt siehst du genau, wie viel Platz du noch für Fotos übrig hast.

Wähle die richtigen Bilder aus

Tipp 3: Weniger ist mehr

Bei der Anzahl der Fotos gilt: Less is more – weniger ist mehr. Bilder sind zwar schön. Zu viele Bilder sind jedoch zu viel des Guten und überladen die Seite. Sie stehen dann auch in Konkurrenz zueinander. Deswegen ist es besser, wenn du dich bei der Anzahl der Fotos auf wenige ausgewählte beschränkst.

Tipp 4: Verwende hoch aufgelöste Fotos

Achte darauf, dass die Fotos, die du in der Zeitschrift platzierst, von guter Qualität sind. Die Lichtverhältnisse, das Motiv, der Bildausschnitt … all das sollte optimal sein. Zudem ist empfehlenswert, auf die Auflösung zu achten. Diese sollte möchtest hoch sein, damit sie in der gedruckten Zeitschrift auch brillant aussieht! Die Fotos sollten mindestens 300 dpi haben.

Tipp 5: Die richtigen Farben

Wenn zu ein und demselben Anlass Fotos mit verschiedenen Geräten (Smartphones, Kameras) gemacht wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Darstellung der Farben unterscheidet. Das kann an Voreinstellungen und (automatischen) Filtern liegen. Ein und derselbe Vorhang kann auf verschiedenen Fotos beispielsweise mal hellgrün, mal grau, mal türkis erscheinen. Dann passen die Bilder farblich natürlich nicht zusammen. Glücklicherweise gibt es einfache Onlineprogramme, mit denen jeder Fotos leicht bearbeiten und aneinander anpassen kann.

Tipp 6: Auf die Perspektive kommt es an

Nicht nur die Farbpalette, sondern auch die Perspektive deiner Fotos ist wichtig. Für eine Reportage kann ein schönen Mix aus Panorama-, Ganzkörper- und Detailfotos sein. Wofür du dich entscheidest, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Die verschiedenartigen Aufnahmen haben auf uns unterschiedliche Wirkungen:

Panorama

Panoramaaufnahmen macht man meist von Landschaften. Sie eignen sich besonders gut, um die Atmosphäre oder Stimmung einer Situation einzufangen, damit der Betrachter sich einen guten Überblick verschaffen kann. Ein Panorama sieht besonders toll aus, wenn man es über eine Doppelseite zieht:

Ganzkörperaufnahmen

Damit eine Urlaubsreportage zwischen all den anderen Beiträgen in der Hochzeitszeitung auch auffällt, kann eine sommerliche Ganzkörperaufnahme des zukünftigen Brautpaars ganzseitig als Eyecatcher platziert werde. So wird jedem sofort klar, worum es in diesem Artikel geht: Braut und Bräutigam im Urlaub. Dein Hauptmotiv sollte immer den größten Teil des Bildes einnehmen, damit deine Leser auf den ersten Blick erkennen, welcher der wichtigste Bestandteil des Fotos ist. Manche Fotos beschneidest du deshalb besser, um dein Hauptmotiv in den Fokus zu rücken.

Detailfotos

Nahaufnahmen von Gesichtern oder Details machen deinen Artikel richtig interessant! Sie zeigen Kleinigkeiten, die dem normalen Betrachter unter Umständen entgehen könnten. Die richtigen Detailaufnahmen unterstützen deine Botschaft!

Jetzt bist du dran!

Noch einmal zusammengefasst. Bei der Auswahl der Fotos für deinen Artikel solltest du auf Folgendes achten:

  • Wähle Fotos, die zu deinem Thema passen.
  • Schreibe erst den Text, damit du weißt, wie viel Platz für die Bilder bleibt.
  • Verwende lieber weniger, dafür größere Abbildungen.
  • Benutze Fotos mit hoher Auflösung.
  • Wähle Bilder, die farblich zusammenpassen.
  • Benutze einen Mix aus Panorama-, Ganzkörper- und Detailfotos.
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